Privatpraxis Dr. med. Jörg Zajitschek - Hautarzt und Venenspezialist

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Moderne Krampfaderbehandlung ohne Schnitt

Bei der endoluminalen Radiowellentherapie (VNUS Closure Fast) handelt es sich um ein minimal invasives Hochfrequenzstromverfahren zur Behandlung der Stammvarikosis (Krampfaderleiden). Ganz ohne Schnitte stellt es eine moderne Alternative zur herkömmlichen Venenstripping-Operation dar.

Dieses Verfahren wird seit vielen Jahren regelmäßig angewendet. Während meiner Zeit an der Universitätshautklinik habe ich dieses Verfahren als Erster eingeführt und über die Jahre weiter verfeinert. Der ambulante Eingriff kann sowohl in Lokalanästhesie als auch unter Vollnarkose durchgeführt werden. Es ist auch möglich mehrere Venenabschnitte in einer Sitzung zu behandeln.

 

Was genau versteht man unter der endoluminalen Radiofrequenzbehandlung (VNUS Closure Fast) ?

Am unteren Insuffizienzpunkt des Krampfaderleidens wir durch Punktion ein Katheter in die Vene eingebracht. Unter Ultrallschallkontrolle wird die Katheterspitze, am Übergang der Krampfader in das tiefe Venensystem, positioniert. Anschließend wird um die zu behandelnde Vene eine verdünnte Lokalanästhesie-Lösung (sog. Tumeszenzlokalanästhesie) injiziert. Unter Abgabe von Radiowellenenergie wird der Katheter langsam zurückgezogen. Dabei werden 120 Grad an die Gefäßinnenwand abgegeben, was zu einem kompletten Verschluß der Vene führt.

Was sind die Vorteile des Verfahrens?

Im Gegensatz zur herkömmlichen Stripping-Operation wird die Krampfader über einen Katheter schonend und schmerzfrei von innen verschlossen. Ein Herausziehen der Vene ist damit nicht mehr notwendig. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion der Nebenwirkungen wie Blutergüsse, Lymphbahn – und Nervenverletzungen. Die Rekonvaleszenz ist somit deutlich verkürzt, so dass nach 1-2 Tagen alle gewohnten Tätigkeiten ausgeführt werden können.

Welche Komplikationen können auftreten?

Insgesamt ist diese Methode äußerst komplikationsarm. In seltenen Fällen können Wundinfekte, Blutergüße oder Verletzungen von Hautnerven vorkommen. Größere Komplikationen wie Thrombosen sind extrem selten und liegen unter 1%. Die Patienten bekommen für ca. 5 Tage eine Thromboseprophylaxespritze, um dieses Restrisiko weiter zu minimieren.

 

Mit welchen Beschwerden muss der Patient nach dem Eingriff rechnen? 

Die durch die Radiowellenenergie erhitzte Vene wird im Verlauf zu einem Bindegewebsstrang umgewandelt. Dies kann der Patient in Form von leichtem Ziehen und/oder einer diskreten tastbaren Verdickung spüren. Eine Beeinträchtigung im alltäglichen Leben besteht dadurch nicht.

 

Welche Patienten können mit dieser Methode behandelt werden?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Mehrheit der Patienten mit Krampfadern mittels endoluminalen Radiofrequenzablation behandelt werden können. Die Entscheidung können wir mit Hilfe der Duplexsonographie treffen.

Nach momentanem Stand ist dieses Verfahren nicht Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Von den privaten Krankenkassen wird die Operation in vollem Umfang übernommen. Alternativ können Patienten auf Wunsch als Selbstzahler dieses Verfahren in Anspruch nehmen. Die Kosten richten sich nach Ausmaß der zu behandelnden Venenabschnitte und der gewünschten Narkoseart. Sehr gerne können wir Ihnen in einem ausführlichen Gespräch die anfallenden Kosten berechnen.